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Vorbereitung und Einzug ins Alten und Pflegeheim

Austausch

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admina


Alter 68
Weiblich

info Vorbereitung und Einzug ins Alten und Pflegeheim

Beitrag von lupa am 15/08/13, 09:00 am

Es gibt Situationen wo ambulante oder häusliche Pflege nicht mehr ausreicht, oder es hat andere Gründe, und ein Umzug in ein Alten und Pflegeheim wird notwendig.
Ist der/die zukünftige Heimbewohner noch voll ansprechbar kann es selbst entscheiden was mit geht, ist dies nicht der Fall müssen das die Angehörigen oder Betreuer für die Pflegeperson übernehmen.
was ist zu beachten:

Vor dem Einzug

    Informationen über die Pflegeheime in der Nähe einholen, fragen ob Zimmer frei sind. Termin vereinbaren und sich das Haus und Zimmer ansehen. Zimmer ausmessen. , Frage nach den Kosten, Ablauf der tägliche Pflege erfragen, auf Angebote für die Bewohner achten, Speiseplan einsehen, Pflegepersonal anschauen, klären ob eigene Möbel erlaubt sind, Haustiere ja/nein, Besuchszeiten ...



Zu Hause klären was mit soll

    genau überlegen was geht mit, Möbel, Fernseher, Radio, Kühlschrank, Wäsche, Kleidung, Schuhe, Handtasche, Pflegeartikel, liebgewordene Kleinigkeiten, Bilder, Bücher, Bettzeug und zum Überziehen



nicht zu vergessen:

    Rollator, Krücken, Rollstuhl, andere Hilfsmittel


Dann Wohnung Kündigen (Wenn Heimvertrag unterschrieben und die Zahlung an das Heim geklärt ist**)
danach heißt es die Sachen die mitgehen verpacken, und samt den Möbel in eine Ecke oder separates Zimmer verlagern
Wohnungsauflösung (entweder von den Angehörigen oder von div. Wohnungsauflösungsfirmen)
Nach dem Umzug in das Heim muss noch die Ummeldung gemacht werden.
** die Kosten für das Heim trägt je nach Pflegestufe die Pflegekasse, dazu kommt die Rente, reicht es nicht muss beim Sozialamt Hilfe beantragt werden. (Man muss alles einsetzen, auch erspartes und weiteres Vermögen bis zur festgesetzten Grenze.)
Bekommt man Zuschuss vom Sozialamt kommt von da auch das monatliche "Taschengeld" in Höhe von ca. 100 €, wobei das Wort Taschengeld so nicht stimmt, muss meist davon noch Toiletten und Pflegeartikel gekauft werden, Stromkosten kommen dazu, hat der Bewohner noch Pflegestufe Null oder keine Pflegestufe so muss er seine Wäsche selber waschen. Waschmaschine pro Waschgang ca. 1,50 € und Waschpuler muss gekauft werden. Erst ab Pflegestufe 1 wird die Wäsche gewaschen. Da sind 100 € nicht gerade viel. Es bleibt wenig übrig für das hauseigene Cafe oder für sonstiges, wie auch für Unternehmungen die das Heim anbietet.

Schlusswort
Pflegeheime haben bei vielen Mitbürger einen bitteren Beigeschmack, doch so schlimm ist es da nicht. (gibt Ausnahmen).
Man wird in der Regel gut aufgenommen, bezieht sein eigenes Zimmer und gestaltet es sich so wie man es gerne haben möchte. Rüstige Mitbewohner haben ihren eigenen Schlüssel und können ihr Zimmer abschließen und nach draußen gehen zum spazieren, einkaufen, Kino oder sonstiges.
Das einzige Manko ist, dass 3x am Tage die Pfleger oder Schwestern das Zimmer betreten wegen Medikamente, Blutdruck messen, schauen ob der Bewohner auch ausreichend trinkt, wie auch das Essen bringt. In vielen Heimen wird das Essen auf den Zimmer serviert was ich persönlich besser finde, außer in der Pflegeabteilung, hier wird meist im Aufenthaltsraum das Essen serviert, man isst zusammen mit den anderen.
1x in der Woche kommt die Reinemachefrau zu einem festgesetzten Werktag. Hat man eine Pflegestufe wird 1x die Woche gewogen, so wird überwacht ob der Bewohner zu- oder abnimmt und wie viel. Und 1x die Woche ist Dusch oder Badetag für Bewohner mit Pflegestufe, ist man noch selbstständig kann man dies in der Regel ablehnen.
Es kommen auch Ärzte (Hausarzt 1-2 x die Woche, Augenarzt turnusmäßig alle 3 Monate, bei Bedarf auch Zahnarzt und sonstige) ins Haus, man kann sich von ihnen behandeln lassen oder man behält seinen gewohnten Hausarzt bei, worauf man achten muss, kommt er ins Heim wenn nötig und/oder wie weit ist es zur Praxis? (von Heim zu Heim kann es auch anders gehandhabt werden).
Das soll nur ein grober Überblick über das Alten und Pflegeheim sein, endgültiges sieht man vor Ort und kann da auch alles weitere in Erfahrung bringen. Nicht alle Pflegeheime sind gleich wie auch der Ablauf ein anderer sein kann.
Ablauf in der Pflegeabteilung habe ich bewusst außen vor gehalten. Hier sind die Tagesabläufe anderes strukturiert, kommt auch auf den Umfang der Pflege an, wie auch ob der Bewohner im Rollstuhl sitzt, sich selbst fortbewegen kann oder gefahren werden muss.

Die Ganztags Pflege am Bett eines Schwerkranken ist mit Sicherheit anders als bei einem im Rollstuhl sitzenden Menschen. Das kann man nicht verallgemeinern, es gibt klare Anweisungen was gemacht werden muss, doch meist verlangt die Pflege mehr als vorgegeben ist und wird dem Kranken auch nicht vorenthalten. (für Ganzkörperwaschung wird ca 10 min. vorgegeben, was oft nicht ausreicht. Und kein Pfleger/in lässt einen kranken Menschen einfach so sitzen weil die vorgegebene Zeit verbraucht ist).
Alten und Pflegeheime werden vom MDK turnusmäßig geprüft (kommen meist unangemeldet). Dann gibt es noch die Heimaufsicht, ist unabhängig, sie befragen die Heimbewohner ob es ihnen gefällt oder ob sie was zu bemängeln haben. Mängel gehen sie in der Regel gleich nach oder sie sammeln diese und das Heim wird aufgefordert diese Mängel zu beseitigen. (Kommen immer ohne Voranmeldung).
.

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admina


Alter 68
Weiblich

info Re: Vorbereitung und Einzug ins Alten und Pflegeheim

Beitrag von lupa am 24/07/14, 11:32 am


Nun kommt mit der Zeit der Alltag.
Bewohner, die noch rüstig sind, können sich ihren Tagesablauf einteilen, außer Haus sein und vieles mehr.

Doch Bewohner, die nicht mehr raus können, wenig Besuch bekommen (wenn überhaupt), diese Bewohner brauchen Hilfe. Hilfe in der Art, dass Ehrenamtliche Menschen die Bewohner besuchen, mit ihnen mal um die "4 Ecken" laufen, meist im Rollstuhl schieben, sich ihrer annehmen. (die Ehrenamtliche kommen meist 1x die Woche, meiner Meinung nach wäre 2x besser, die Woche ist lang).

Klar haben sie Ansprechpartner im Hause. Unterhalten sich auch mit ihren Mitbewohner, doch es kommt kaum oder niemand mehr von außerhalb. Nicht wenige Betroffene, sie weinen, fühlen sich allein gelassen und es tut ihnen weh, wenn sie sehen, andere Bewohner bekommen Besuch, zu ihnen kommt niemand mehr. Gerade im Innenhof oder im Hauseigenen Cafe sitzen sie dann alleine oder sie werden mit an einen Tisch gerufen, doch sie fühlen sich da als das fünfte Rad, verständlich ...

Gottlob kommen viele Jugendliche ins Haus. Sie machen ihr Soziales Jahr und das beste: sie kümmern sich wirklich sehr liebevoll um die älteren Menschen, zeigen Einfühlungsvermögen und haben eine Unmenge an Geduld. Da staune ich oft. Und das wichtigste: sie hören den alten Menschen zu, lassen sie reden, fragen auch mal nach, sie nehmen die älteren Menschen ernst. (Über das Thema schreibe ich demnächst mal mehr).




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