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Hunde in Apulien - was habe ich damit zu tun?

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default Hunde in Apulien - was habe ich damit zu tun?

Beitrag von lupa am 23/09/13, 10:03 am

Die Vorgeschichte:

Als ich damals nach Italien ging wollte ich nur 2 Monate bleiben es wurden 8 Jahre ...

Auch ich konnte mich nicht dem entziehen was ich sah, streunende, verwahrloste Hunde, Hunde die überall verjagt wurden. Steine wurden nach ihnen geworfen, Gift ausgestreut und vieles mehr.

Doch ich sah auch Menschen die sich den Hunden annahmen, diese fütterten, es waren die Reste vom Mittags- oder Abendessen, auch Wasser wurde hingestellt, immer abseits des Hauses, wohl wissend, dass die Hunde ja wieder kommen, sie gewöhnen sich daran. Und vor allem, es sind wirklich viele Hunde die auf den Straßen leben, ausgewildert wurden, nicht immer harmlos.

Die Hunde haben sich in Gruppen formiert, sind in Gruppen unterwegs, haben sie Hunger kennen sie keine Scheu mehr vor Menschen. Sie wollen was zum Fressen haben. 2 x kam ich in brenzliche Situationen, Situationen die ich bis dato nicht kannte.

Kam vom Einkaufen und ging das ganze Stück vom Supermarkt bis nach Hause zu Fuß. Mir kam eine Gruppe von Hunden entgegen, es waren 5 Tiere von mittlerer Größe die mich knurrend ansahen. Mist, Angst kam in mir auf, doch das darf nicht sein, was machen? kam mir in den Sinn. Ich nahm die Tüte mit den Brötchen und warf diese so weit weg von mir wie es ging. Dann drehte ich mich um und ging weiter, nicht zu schnell aber auch nicht langsam. Sah mich aber noch um und sah dass sich die Hunde über die Brötchen hermachten. Man, schlotterten mir die Knie. Normalerweise habe ich keine Angst vor Hunden, doch es sah bedrohlich aus. Ich bin ja eine Abkürzung gegangen, es war ein Feldweg, bis zur nächsten Straße war es nicht mehr weit.

Um die Ecke standen 2 Frauen denen ich das erlebte berichtete. Sie haben mich zu einem Espresso eingeladen, ich nahm an, wollte erst mal weg von der Straße. Sie erzählten mir dass es öfter vorkomme, dass die Tiere betteln, sie haben Hunger. Einer der Gruppe ist das Leittier und bestimmt, die anderen gehorchen - das war mir auch bewusst, doch was macht man dagegen, fragte ich? Es sind ja viele streunende Hunde unterwegs, so viele hatte ich noch nie bewusst gesehen wie in dieser Ecke in Apulien.

Sie erzählten mir dass nicht wenige Tierschutzverbände kommen und Versprechungen machen, doch nichts passiert. Dann kommen Gruppen die einige Hunde mitnehmen, dafür kommen weitere Hunde auf die Straße. Sie erzählten mir von der Hundemafia und wie es abläuft. Ich wollte es erst nicht glauben. 

Machte mich dann im Internet schlau und siehe da, es gab damals schon genug Berichte darüber, doch nichts geschah. 

2 Tage später kam mir ein Welpe entgegen der mich mit großen Augen ansah. Ich konnte mich dem Blick nicht entziehen, gleich darauf noch 2 Welpen. Ich schaute mich um, die Hündin sollte ja in der Nähe sein, war sie auch, total abgemagert und tot. Was machen? Konnte ich die Welpen ca. 6-8 Wochen alleine lassen und weiter gehen? Nein konnte ich nicht. Ich nahm alle 3 Welpen mit. Hätte sie in der Canile abgeben können, doch ich wusste, dass die Canile keine Welpen annimmt, kannte ja den Inhaber wie auch 2 Männer die da arbeiten. Die zwei hatten mir ja einiges erzählt was ich so nie glauben wollte. Doch nach dem Gespräch mit den Frauen wusste ich, dass sie recht haben mit dem was sie mir erzählten.

Zu Hause habe ich die 3 erst mal auf einem Balkon geparkt, Wasser hingestellt und gleich einen nach dem anderen gebadet. Sie waren nicht begeistert, einer wollte mich beißen, doch er hatte keine Chance, baden musste sein. Danach habe ich mir einen Transportkorb besorgt, alle 3 hinein damit und ab zum Tierarzt. Er untersuchte alle der Reihe nach, entfernte die Zecken, gab die ersten Impfungen und verabreichte die Paste mit dem Wurmmittel. Danach bekamen die noch das Halsband gegen Zecken, Flöhe und Läuse. 

Der Arzt fragte mich was ich mit den Welpen jetzt machen werde. Ich sagte nix, die kommen alle 3 auf den Balkon, gehe mit ihnen Gassi, dafür muss ich noch Leinen , Futter und einiges mehr kaufen, dann sieht man weiter. Kann die kleinen doch nicht ihrem Schicksal überlassen, das hätte ich nicht fertig gebracht. Doch in die Wohnung wollte ich die im Moment auch nicht haben, sie waren nicht Stubenrein und noch waren die Würmer nicht weg. Er sagte, eine vernünftige Einstellung, ich solle in 4 Wochen wieder kommen für die nächste Impfung und Untersuchung. Was ich auch machte.

Es waren meine ersten 3 Hunde von vielen in den 8 Jahren. So hat es angefangen ...

Fortsetzung folgt ...




Meine Beiträge zeigen meine eigene Meinung zum Thema ...  
(Jeder Schreibfehler im Text steht für ein Lächeln)




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default Re: Hunde in Apulien - was habe ich damit zu tun?

Beitrag von lupa am 23/09/13, 11:16 am

Fortsetzung:

Am Anfang waren die Nachbarn zwar nicht begeistert gewesen wegen den Hunden, doch auch nicht unbedingt dagegen, das änderte sich jedoch in kurzer Zeit.

Die 3 Welpen entwickelten sich prächtig, hatten schon die 2. Untersuchung und weitere Impfungen hinter sich und schnell war ich die auch schon los. Beim Runde drehen kam Jemand auf mich zu und fragte mich ob er die 3 Tiere haben könnte. Er habe gehört dass ich eine Bleibe für die 3 suche, was ja auch stimmte. Ich sagte dass ich mir erst mal sein Haus und Garten ansehen wolle und auch wissen will wo die Hunde leben auf Dauer. 

Er war bereit dazu, ich also mit, die 3 Welpen im Schlepptau und wirklich. Es stimmte alles was er mir erzählte, die Hunde sollen im Garten leben als Wachhunde und zum schlafen hatte er einen Vorbau, windgeschützt mit einer Tür, er wolle da noch einen Durchgang machen, so dass die Hunde raus und rein können wie sie es wollen, daneben wolle er noch einen kleinen Regen und windgeschützten Vorbau hinbauen wo die Hunde gefüttert werden. Ich sagte zu, fragte wann er mit allem fertig ist, ich würde ihm dann die Welpen bringen, die Hundepässe bekommt er dann wenn ich überzeugt bin, dass es die Tiere bei ihm gut haben. Sagte ihm auch, dass die Hunde einen Transponder haben und was es ihm kosten würde wenn er die Tiere aussetzen würde. Nach einer Woche war alles bereit und die 3 Junghunde konnten in ihre neue Behausung einziehen.

Sie haben es wirklich gut getroffen, nach 2 Monate übergab ich ihm die Hundepässe, ging trotzdem ab und an vorbei um zu prüfen. Es ging alles glatt.

Kurz danach wurden mir 5 Welpen gebracht, man habe sie gefunden, doch nachdem wie ihr Fell und die Tiere aussahen nahm ich es ihnen nicht ganz ab, denke eher, dass ihre Hündin geworfen hat, doch konnte es nicht beweisen. Nahm also die Welpen und das Spiel ging von vorne los. 

Ich selbst fand herrenlose Welpen oder es wurden welche gebracht, die Kosten nahmen überhand, so konnte es nicht weiter gehen. Außerdem bekam ich mittlerweile richtig Ärger mit den Nachbarn, verständlich, doch was sollte ich tun? Die Tiere ihrem Schicksal überlassen? Das brachte ich nicht fertig. 

Im ersten Jahr wurde ich als die bekloppte Deutsche betitelt, gottlob nicht von allen. Dazu kam dass der Tierarzt mit meinen Nachbarn redete und er versprach, genau wie ich, dass wir alle Hunde in der Gegend vermitteln wollen, keiner bleibt bei mir, doch es braucht seine Zeit. Nicht jeden Hund konnte man gleich vermitteln, die total gestört waren mussten erst mal mit viel Geduld sozialisiert werden, da kam es schon mal vor, dass ich den einen oder anderen Hund länger bei mir hatte.

Zum Glück wollte auch der Tierarzt kein Geld mehr von mir, er fand es super was ich machte und er wolle mich unterstützen wo er nur konnte. Er hielt Wort. Nach 1 Jahr wurde schon nach einem Hund nach gefragt, hatte schon eine Art Warteliste, es war geschafft, wir mussten damals kein Tier zurück nehmen ...

Der Lohn für alles:
Hundeaugen die dich vertrauensvoll anschauen, eine Schnauze die sich an dich schmiegt .. dazu neue Besitzer die voller Stolz mit IHREM Tier davon gingen ... aus 2 Monate wurden so 8 volle Jahre ...

verschweigen darf man aber nicht, es gab auch Tiere die eingeschläfert mussten, angefahren von Autos und dann am Straßenrand liegen gelassen wurden, hier kam jede Hilfe zu spät. Tiere mit Krankheiten, wir haben alles versucht um dann erkennen zu müssen, dass es nicht geht. Es sind viele Tränen geflossen. Tränen vor Freude aber auch Tränen vor Wut wie auch Tränen weil man dem Tier nicht mehr helfen kann. 

Heute macht es ein Einheimischer, er hat ein Haus und Garten, etwas abseits und so mit keine große Probleme wie ich die hatte. Doch es lohnt sich immer ...


es lohnt sich vor Ort zu helfen. Den Menschen klar machen, dass auch Hunde ihre Berechtigung haben und dass sie ein guter Freund des Menschen sein können. Auch wenn es einige Zeit dauert ...

Mittlerweile helfen viele Menschen aus anderen Länder (auch Deutschland) in Italien, Spanien, Türkei und anderswo den Tieren vor Ort, sammeln Spenden (auch in D) um den Tieren das tägliche Futter wie auch die med. Versorgung zu kommen zulassen.
Es sollen keine Vermittler-Organisationen weiter an den Tieren verdienen. Wohl bemerkt, nicht alles sind schwarze Schafe, doch auch nicht wenige.

Wer es nicht glauben mag solle sich im Internet schlau machen. Es gibt genug Berichte darüber, wie auch bei Tasso, ETN und anderen Tierschutzvereinen.




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default Re: Hunde in Apulien - was habe ich damit zu tun?

Beitrag von lupa am 23/09/13, 11:05 pm

Schluss,

versteht sich von selbst dass ich mich mit dem Canile-Besitzer anlegte. Er bekam dann Besuch vom Veterinäramt und musste einiges verändern zu Gunsten der Hunde. Sie wussten ja wonach sie suchen mussten und wo sie fündig wurden. Die 5 Futtersäcke mit Trockenfutter standen nur da wegen einer möglichen Kontrolle, sie haben die Säcke aufgeschnitten, das Futter war alt. Die Hunde wurden von Schlachtabfällen wie auch von Abfällen der umliegenden Supermärkte gefüttert. Nach Möglichkeit wurde dafür kein Geld ausgegeben. 

Die Mitarbeiter haben für 400 000 Lire gearbeitet, (ca 400 DM damals), keine Krankenversicherung nichts. Die Strafe war gewaltig. Dafür mussten 2 Mitarbeiter gehen und 1 alleine durfte für das wenige Geld arbeiten, was er auch machte, er bekam sonst nirgends Arbeit. Das wurde damals in TV und Gazetten veröffentlicht ... 

Doch wirklich viel hat sich bis heute nicht geändert. Er ist einer der reichsten in der Ecke und hat damit viel Narrenfreiheit. Dazu kommt, dass sich nur wenige trauen gegen ihn anzugehen.

Doch ... die Boxen wurden etwas vergrößert, er bekam ja die Auflage wie viel Tiere er in einer Box halten durfte. Die Hunden kamen aus den Boxen nie raus, Betonboden, hinten eine Schlafecke, das war es auch schon. Futter wurde damals einfach so rein geworfen. (Diese Canile ist in den Video von CICTO zu sehen).




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default Re: Hunde in Apulien - was habe ich damit zu tun?

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